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GCJZ in Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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Besuch der Alten Synagoge in Hagenow

Exkursion

08. Mai 2018



Hagenow


Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der GCJZ Hamburg.
Teilnehmer von Schwerin bilden Fahrgemeinschaften. Bitte bei Frau Schümann unter der e-mail -Adresse info@gcjz-mv.de anmelden. Kosten werden vor Ort entrichtet.

Siehe auch:
Info-Flyer

Die Alte Synagoge
Seit 2001 gehören die Gemeindebauten der ehemaligen jüdischen Gemeinde zum Museum der Stadt Hagenow. Die Inneneinrichtung der 1828 errichteten Synagoge wurde 1938 zerstört; die Gebäude blieben aber in ihrer Substanz erhalten. Von 2004 bis 2009 wurde das Ensemble restauriert. Neben einer Dauerausstellung zu den Spuren jüdischen Lebens in Westmecklenburg und Hagenow sowie wechselnden Sonderausstellungen finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Der jüdische Friedhof
Ein Friedhof ist für eine jüdische Gemeinde ein zentraler Bestandteil. Noch bevor die jüdische Bevölkerung Hagenows den Bau einer Synagoge plante, stellte sie mit der Einrichtung eines eigenen Begräbnisplatzes sicher, dass ihre Toten nach jüdischem Ritus bestattet werden konnten.

Der Friedhof der jüdischen Gemeinde Hagenow wurde 1806 an der heutigen Friedrich-Heincke-Straße angelegt. Eine Mauer und ein verschließbares eisernes Tor konnten 1867 durch eine Zuwendung des Großherzogs Friedrich Franz II. errichtet werden. Es gab hier etwa 120 Bestattungen von Gemeindemitgliedern aus Hagenow, Lübtheen und Vellahn, sowie von Fremden und Kriegsgefangenen. Der Gemeindevorsteher Samuel Meinungen (1867–1937) wurde hier als letztes Mitglied der Gemeinde im November 1937 beigesetzt. Im Jahr 1949 standen noch 35 Grabsteine; 1962 wurde der Friedhof eingeebnet, zum Teil bebaut und anderweitig genutzt.

Seit 1990 ist die Jüdische Landesgemeinde Schwerin neue Eigentümerin des Grundstücks. Von 2009 bis 2014 beräumte die Stadt Hagenow das Gelände und ließ es zu einer Gedenkstätte umgestalten. Historische Grabsteine und Fragmente, die vom ehemaligen Friedhof stammen, können auf dem Hof der Alten Synagoge besichtigt werden.